Aktuell

Initiative Lärmschutz - Befragung der LT-KandidatInnen

Umfrage zu Tempo 100 km/h auf der A8 im Raum Kirchheim

Kandidatinnen und Kandidaten zur Landtagswahl 2021 antworten

 

 Für die BUND-Gruppe Kirchheim ist ein Tempolimit von 100 km/h eine effektive Sofortmaßnahme zur Reduzierung von Lärm und Abgasen auf der A8. Deshalb führte die Gruppe im Zusammenhang mit den bevorstehenden Landtagswahlen eine Umfrage unter den Kandidaten und Kandidatinnen durch.

Wie nicht anders zu erwarten, hat die Forderung nach einem örtlichen Tempolimit deutliche Unterschiede zwischen den Kandidaten/Parteien zu Tage gefördert.

Acht der Kandidaten und Kandidatinnen setzten sich teilweise sehr ausführlich mit den Argumenten und der Forderung des BUND Kirchheim auseinander. Die Antworten sind nachfolgend vollständig und ungekürzt aufgeführt (als PDF – jeweils auf den Namen klicken).

Die Reihenfolge entspricht der Auflistung der Parteien und Kandidaten auf dem Stimmzettel zur Landtagswahl am 14. März 2021.

  

 

Keine Bedeutung hat das Thema offensichtlich für Andreas Kenner (SPD), Ralph Kittl (FDP), Erkan Erdem (FREIE WÄHLER), Uwe Allgaier (dieBasis) und Kai Röhm (DIE PARTEI). Die genannten Kandidaten gaben keine Rückmeldung zur BUND-Umfrage.

Informationsveranstaltung zum Hungerberg

Das geplante Industriegebiet Hungerberg - Informationsveranstaltung

Kontroverse Diskussionen spiegeln den Protest gegen das geplante Gewerbegebiet Hungerberg (42 ha) in Dettingen. Zusammen mit dem Gewerbestandort Bohnau-Süd (21 ha) sollen 63 ha Natur- und Landwirtschaftsfläche überbaut werden.

Noch ist die Landschaft am Hungerberg Teil eines regionalen Grünzuges. Laut Regionalplan sind "regionale Grünzüge" größere zusammenhängende Freiräume für unterschiedliche ökologische Funktionen, für naturschonende, nachhaltige Nutzungen oder für die Erholung."

Laut behördlicher Einschätzungen sind die Böden am Hungerberg von hohem bis sehr hohem Wert für die Erzeugung von Nahrungsmitteln. Dazu kommt eine in Teilen sehr hohe Bedeutung für die Grundwasserneubildung. Zudem ist das Gebiet Kaltluftproduktions- und Kaltluftsammelgebiet für die Stadt Kirchheim.

Bürgerinnen und Bürger aus Kirchheim, Dettingen und Notzingen protestieren gegen die Zerstörung der Kulturlandschaft und die Ansiedlung von größerem und laut Regionalverband auch emissionsträchtigem Gewerbe am Hungerberg und in der Bohnau.

Am 18. März 2021 soll im Rahmen einer öffentlich zugänglichen BUND-Online-Veranstaltung das weitere Vorgehen beraten und die Rolle einer sich im Aufbau befindlichen Bürgerinitiative diskutiert werden – ein Bürgerentscheid als mögliches Ziel.

 

Hier geht's zur Veranstaltung am 18. März 2021 ab 19:30 Uhr:

Die folgende Adresse markieren, kopieren und anschließend im Adressfeld des Browsers einfügen:

https://us02web.zoom.us/j/83543175728?pwd=R3hzcEFGdGc3b1pSNGlQZ0YyRnVsQT09


Meeting-ID: 835 4317 5728

Kenncode: 018881
Schnelleinwahl mobil
+493056795800,,83543175728#,,,,*018881# Deutschland
+496938079883,,83543175728#,,,,*018881# Deutschland

Einwahl nach aktuellem Standort
        +49 30 5679 5800 Deutschland
        +49 69 3807 9883 Deutschland
        +49 695 050 2596 Deutschland
        +49 69 7104 9922 Deutschland
Meeting-ID: 835 4317 5728
Kenncode: 018881
Ortseinwahl suchen: https://us02web.zoom.us/u/kc8nWHSBa8
 

An dem Thema und einer Mitarbeit Interessierte sind herzlich willkommen.

Stellungnahme des BUND zum Lärmaktionsplan der Stadt

Die Stellungnahme der BUND-Arbeitsgruppe Lärm in Kirchheim/Teck zum Lärmaktionsplan der Stadt Kirchheim/Teck, der vom 15. Dezember 2021 bis zum 28. Januar 2022 öffentlich auslag, hier zum Download als PDF

PM Benachteiligung durch gültige Lärmberechnung

Pressemitteilung

Benachteiligung durch gültige Lärmberechnung

BUND Arbeitsgruppe Lärm recherchiert zu Lärmberechnungen an Autobahnen

Zum 1.1.2022 gab es Änderungen bei der Lärmberechnung und -kartierung von Straßenverkehrslärm. Deshalb hat die Kirchheimer BUND-Arbeitsgruppe Lärm bei der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) angefragt, welche Geschwindigkeiten der Berechnung für den Autobahnlärm seither zu Grunde gelegt werden.

Die Berechnungsmethode für Straßenverkehrslärm an Bundesautobahnen sieht vor, dass an Autobahnabschnitten mit Geschwindigkeitsbeschränkungen die zulässige Höchstgeschwindigkeit zur Berechnung herangezogen wird. Da wegen dem Limit nur wenige PKW-Fahrer sehr viel schneller unterwegs sein dürften, kommen die so ermittelten Lärmwerte der Realität vergleichsweise nahe, so die BUND AG Lärm.

An Autobahnen ohne Geschwindigkeitsbeschränkungen – wie an der A8 im Bereich Kirchheim - wird zur Lärmberechnung die Vorbeifahrt von PKW mit der Richtgeschwindigkeit von 130 km/h berechnet. Eine vorherige Messung der tatsächlich gefahrenen Geschwindigkeiten findet nicht statt.

Da der Kirchheimer Abschnitt der A 8 bei Rasern beliebt ist, wie eine Statistik des baden-württembergischen Innenministeriums schon 2020 belegt, ergibt die Berechnung mit 130 km/h hier zu niedrige Lärmwerte. Insbesondere nachts gibt die den Berechnungen zugrunde gelegte Annahme nicht die real gefahrenen Geschwindigkeiten wieder. Diese Form der Berechnung benachteiligt Anwohner an Strecken ohne Tempolimit gegenüber jenen an Abschnitten mit Tempolimit.

Im Sinne einer Gleichbehandlung müssen an Strecken ohne Geschwindigkeitsbeschränkung, die für die Berechnung notwendigen Geschwindigkeiten vorab ermittelt werden fordert der BUND.

Falls eine flächendeckende Geschwindigkeitserfassung auf all jenen Strecken ohne Limit - das sind fast 70% der bundesdeutschen Autobahnen - zu aufwändig ist, wäre ein flächendeckendes Tempolimit vom höchstens 130 km/h eine ohne Zusatzaufwand gangbare Lösung. Wobei es auch gerne weniger als 130 km/h sein dürfen, so die Lärm AG.

Ein generelles Tempolimit ist klimaschonend, energiesparend, sorgt für eine Verstetigung des Verkehrsflusses, bringt Verkehrssicherheit, erhöht den Gesundheitsschutz für lärmgeplagte Anwohner. Eine Mehrheit der Bevölkerung ist für ein schnell und mit wenig Aufwand umsetzbares Tempolimit auf Autobahnen.

 

02.11.2022

Zusätzliche Informationen