Aktuell

Nächste Sitzung der BUND-Ortsgruppe Kirchheim

  •  Montag,   7. Oktober 2019
  • Montag, 21. Oktober 2019

  • jeweils um 19:30 Uhr im BUND-Umweltzentrum
    in der Max-Eyth-Straße 8, Kirchheim unter Teck

 

 

 

 

 
 

Artenschutz und Landschaftspflege

Die BUND-Ortsgruppe Kirchheim-Teck betreut und pflegt seit vielen Jahren etwa 20 ha naturschutzfachlich wertvollster Flächen im Raum Kirchheim und Weilheim.

Dazu kommen arbeitsaufwändige Maßnahmen im Amphibienschutz an der B 297 und bei einem Gelbbauchunkenprojekt.

Falls Sie uns dabei unterstützen möchten, werfen Sie einen Blick auf den Plan unserer Pflegemaßnahmen für das Jahr 2019. 

Kommunalwahl 2019 - Wahlprüfsteine Flächenverbrauch

Als Teil der Allianz für Flächenschutz Baden-Württemberg, hat der BUND Kirchheim Wahlprüfsteine zum Flächenverbrauch an die Kandidaten zur Gemeinderatswahl verschickt. Gute Rückläufe, gute Diskussionsansätze, aber insgesamt wenig verbindliche Aussagen in Richtung auf eine Reduktion der Flächenbeanspruchung für Siedlung Gewerbe und Verkehr kennzeichnen die Antworten.

Die ungebremst fortschreitende Asphaltierung und Betonierung von Böden ist ein überragendes Umwelt- und Nachhaltigkeitsthema, über das in den Kommunen entschieden wird. Das Thema Flächenverbrauch ist gerade auch im aktuellen Kommunalwahlkampf völlig zu Unrecht dem globalen Klimaschutz nachgeordnet.

In enger Abstimmung mit der landesweit agierenden Allianz für Flächenschutz hat der BUND Kirchheim den Kandidaten zur Kommunalwahl seine „Wahlprüfsteine Flächenverbrauch“ vorgelegt. Die Kandidaten sind darin gefordert, Antworten auf Fragen im Zusammenhang mit Bodenschutz und Flächenverbrauch zu geben. Die Fragen spannen den Bogen von der allgemeinen Motivation bis zum Abstimmungsverhalten bei konkret anstehenden Planungen.

Kandidaten von allen Wahllisten haben dem BUND ihre Rückmeldungen zukommen lassen. Dabei hat für die Kandidaten die Erhaltung von Erholungs- und Naturschutzflächen ein hohe bis sehr hohe Bedeutung. Wohnraum und Gewerbeflächen auf der einen Seite und der Erhaltung von Freiflächen räumt die Mehrheit der Befragten eine gleich hohe Priorität ein. Dennoch fällt es den Kandidaten schwer, sich zu konkreten Obergrenzen für die weitere Überbauung der Kirchheimer Gemarkung zu bekennen. Bevölkerungswachstum wird von der Mehrheit dabei als wichtigste Bestimmungsgröße für die Nachfrage nach Siedlungs- und Gewerbeflächen benannt.

Unterschiede zwischen den befragten Fraktionen ergeben sich insbesondere bei den wahrgenommenen Möglichkeiten für die Schaffung von Wohnraum und Gewerbeflächen im bereits überbauten Bereich. Grüne und Linke sehen hier deutlich mehr Möglichkeiten als Freie Wähler, CDU und FDP. Aus den Reihen der Freien Wähler wird die Forderung nach besseren Möglichkeiten auch für Enteignung zur Aktivierung innerstädtischer Bauflächenpotentiale vorgetragen. Insgesamt stehen Grüne und Linke der Schaffung einer Stelle für die Aktivierung von Flächenpotentialen besonders aufgeschlossen gegenüber. Bei Frage nach dem konkreten Abstimmungsverhalten bei vorliegenden Planungen überwiegt für alle Wohngebiete und eine Ortsumfahrung Ötlingen die Zustimmung. Beim  angedachten Gewerbegebiet Berg/Hägele sind die Meinungen geteilt.

Für den Vorsitzenden des BUND Kirchheim, Prof. Dr. Martin Dieterich, bestätigen die Ergebnisse seine langjährigen Erfahrungen. Das betrifft nicht nur die anerkannt hohe Bedeutung von Bevölkerungswachstum für die Nachfrage nach Siedlungsraum vor dem Hintergrund begrenzter Potentiale zur Innenentwicklung. Das betrifft das ehrliche gemeinte Bekenntnis zu Natur und Umwelt bei allen Kandidaten, das bei konkreten Entscheidungen dann aber immer wieder in den Hintergrund tritt. Die Entscheidungsträger müssen sich vor diesem Hintergrund die Frage nach Maximum und Optimum gefallen lassen.  Eine Überbauung der Gesamtgemarkung als Maxium  ist für die Bürger der Stadt Kirchheim ganz sicher kein Optimum. Freiräume sind unverzichtbarer Teil von Lebensqualität.

Und das ist beileibe nicht nur ein ökologisches Thema. Zwar erhöhen Gewerbe und Einwohnerzuwachs zumindest kurzfristig die Einnahmen der Kommunen. Dem stehen neben dauerhaften und nicht kompensierbaren Verlusten für die Lebensqualität inner- und außerorts aber auch entsprechende und zum Teil erhebliche finanzielle Mehraufwendungen entgegen.  Und diese bereits mittelfristig die Mehreinnahmen übersteigen. Daraus ergibt sich zwangsläufig die seit 1992 vorgetragene und bisher nicht gehörte Forderung des Kirchheimer Umweltverbandes, die reale Obergrenze der Überbaubarkeit zu akzeptieren und sich intelligent, offensiv und innovativ damit auseinanderzusetzen. 

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