STADT DER ZUKUNFT - STADT MIT ZUKUNFT Juli 2014

STADT DER ZUKUNFT
               STADT MIT ZUKUNFT 


Erfordernisse für 
Nachhaltige
Siedlungsentwicklung 

Mittwoch 16. Juli 2014 um 19:30 Uhr 
Gemeindezentrum St. Magnus
Wernau - Kirchheimer Straße 114

Vortrag und Diskussion mit
Stefan Flaig 
Geograph M.A.
Ökonsult Stuttgart
 
 

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Fragen an die Wernauer Listen zur Gemeinderatswahl 2014

Fünf Listen bewerben sich um die Sitze im Wernauer Gemeinderat bei der Kommunalwahl 2014.

Wir haben den Kandidaten Fragen gestellt zu aktuellen Themen.
Die Antworten finden Sie jeweils unter den Fragen.

Maßgeblich für die Reihenfolge der eingegangenen Beiträge war der Zeitpunkt des Eingangs.


Frage 1 zum Thema "Bürgerbeteiligung": 


Alle politischen Gruppierungen setzen sich dafür ein. Halten Sie es für erforderlich die Umsetzung in Wernau zu verändern?

Von den Sitzungen des Gemeinderats sind in der Regel 1,5 bis 2 Stunden öffentlich, der überwiegende Teil findet nichtöffentlich statt. Weder ist die Tagesordnung des nichtöffentlichen Teils bekannt, noch viele der dort gefassten Beschlüsse. Der Kontakt zu den Gemeinderäten gestaltet sich oft sehr schwierig, weil sie sich zu nichtöffentlichen Themen nicht äußern dürfen.

Die Bereitschaft der Bürgerschaft, sich mit einer Stellungnahme zu Bebauungsplänen zu engagieren, leidet sehr, wenn die Kommune es versäumt auf private Einwendungen zeitnah zu antworten.

 Antworten der Wernauer Listen zu Frage 1


Frage 2 zum Thema "Siedlung und Verkehr ":


Wünschen Sie, dass die Stadt Wernau in der kommenden Wahlperiode weitere Neubaugebiete ausweist? 

Betrachten Sie eine Vollumfahrung in Verlängerung der Nordöstlichen Randstraße als verkehrspolitisches Ziel?

Weitere große Baugebiete können voraussichtlich nicht mehr über das vorhandene örtliche Straßennetz erschlossen werden. Die Adlerstraße und die Kreuzung Adlerstraße/Kirchheimer Straße werden die Belastung überschreiten für den Binnenverkehr und den Verkehr Richtung Kirchheim.

Mit der Entscheidung für den Bebauungsplan "Gewerbegebiet Winkelen" am Ortsausgang Richtung Kirchheim hat die Stadt den Weg frei gemacht für den Ausbau der Plochinger Steige der L 1207 ohne eine dauerhafte Tonnagen-Beschränkung.  Ein zukünftiges LKW-Durchfahrtsverbot entfaltet nur dann seine Wirkung, wenn es permanent kontrolliert wird.

 Antworten der Wernauer Listen zu Frage 2 


Frage 3 zum Thema "I
nnenentwicklung":


Halten Sie es für möglich durch eine „Stadt der kurzen Wege“, die Attraktivität der Wernauer Ortsmitte zu erhöhen? Setzen auf das bauliche Potential im Bestand, um zukünftig auf Neubaugebiete zu verzichten?

Ein Drogeriemarkt für Wernau im Bereich des Postareals gilt im Augenblick als Pilotprojekt der Innenentwicklung. Attraktivität soll erreicht werden durch das Ausweisen vieler Parkplätze in der unmittelbaren Umgebung. Ein aktuelles Zitat lautet:"Wernau ist keine Shopping-Stadt". Gebäude mit hoher Identität sind in jüngster Zeit verschwunden, wie die historische Palmsche Pfarrscheuer oder das ehemalige Tabaklädle (Bruzelstüble).

Leerstände im Bestand nehmen zu, wenn potentielle Interessenten abwandern in Neubaugebiete. Die demografische Entwicklung sagt aus, dass zukünftig dort Leerstände entstehen, wo heute noch ältere Menschen wohnen.

 Antworten der Wernauer Listen zu Frage 3 


Frage 4 zur "Baumsatzung":


Würden Sie eine Baumsatzung für Wernau begrüßen?

Im Winter 2013/2014 hat der Wernauer Bauhof sehr umfangreiche Baumfällungen durchgeführt. Einschneidend waren die Rodungen im Bergfriedhof und im Ufersaum von Bodenbach und Sulzbach, oberhalb der Brücke beim Bolzplatz im Naturdenkmal.

 

 Antworten der Wernauer Listen zu Frage 4            mk 20.5.2014

 

 

 

DER BUND setzt sich ein für den Erhalt dieser besonderen Landschaft !

  • Der Bodenbach verläuft hier noch im natürlichen Bett
    mit Gehölzbewuchs am Ufersaum und
    den angrenzenden, extensiv genutzten Feuchtwiesen.
  • Das Plangebiet reicht bis unmittelbar an den Bodenbach heran. Betroffen sind Natura 2000 Gebiete nach der Europ. Vogelschutz-Richtlinie sowie das Wernauer Landschaft-Schutzgebiet. Bach und Ufersaum sind ein Naturdenkmal und aufgenommen in die Liste der gesetzlich geschützten Biotope.
  • Der Lageplan zeigt den Standort dieser Tafel:
    Genau hier beginnt eine Stichstrasse. Die Trasse führt quer über die Baumwiese, mitten durch den ganzen Obstbaumhain!
  • Das Gelände soll um 3 Meter aufgefüllt werden, direkt ab der Grenze zum Landschaftsschutzgebiet. Zusammen mit der Überbauung der Böschung kann ein geschlossener Riegel entstehen mit einer Höhe von 12 Metern!
  • Die vorgesehene Auffüllung reicht im Süden bis nahe an den Bodenbach heran! Dadurch gehen bei Hochwasser wichtige Rückstauflächen verloren.
  • Gewerbeansiedlung an diesem Standort ist für das Allgemeinwohl nicht zwingend erforderlich, da im Neckartal bereits komplett erschlossene Flächen mit hervorragender Verkehrsanbindung zur Verfügung stehen.

BUND-Stellungnahme vom Oktober 2010

BUND-Stellungnahme vom Juni 2008

MK am 27.12.2013

BUND-Eingabe für den Wernauer Anzeiger am Fr. 22.3.2013

Baumfällungen im Laichlewald am Mörikeweg

Schon zur Aufstellung des Bebauungs-plans "Katzenstein VII" hatten wir uns geäußert. Besonders die Auswirkungen auf den Laichlewald haben uns Sorgen ge-macht. In unserer Stellungnahme zur förmlichen Auslegung haben wir darauf hingewiesen, dass die Wohnbebauung dort sehr nah an das Landschaftsschutz-gebiet heranreicht. Besonders die expo-nierte Lage der Tiefgarage mit ihren Öff-nungen zur Talseite verursacht nach unserer Einschätzung vermeidbare Beein-trächtigungen durch Abgase, Lärm und Beleuchtung ("Lichtverschmutzung").

Inzwischen haben dort die Bauarbeiten begonnen. Im Winter fanden bereits sehr umfangreiche Rodungsarbeiten statt.
Jetzt sollen vor Ostern noch einmal weitere Bäume gefällt werden, obwohl die Vege-tationszeit bereits begonnen hat. Dadurch befürchten wir einen erheblichen Eingriff in das Landschaftsschutzgebiet Laichle, wodurch die dort lebenden Tiere, auch Brut-vogelarten, beeinträchtigt werden.

Dringend bitten wir darum, auf die geplanten Baumfällungen im Laichle-wald am Mörikeweg, jetzt im Frühjahr zu verzichten. Bereits die Waldrodungen im Winter waren sehr umfangreich. Eine völlig neue Situation, die weitere Rodungen unbedingt jetzt erforderlich macht, gibt es nach unserer Einschätzung nicht!

Kontakt für die Wernauer BUND-Gruppe ist das Umweltzentrum in Kirchheim; Max-Eyth-Str. 8; Tel: 07021/49480; Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ; Öffnungszeiten: Mo, Di und Fr: 9-11 Uhr, Do 14.30-16.30 Uhr.

PDF Datei herunterladen

BUND-Stellungnahme zum B-Plan "Katzenstein VII" vom 7.9.2012 an die Stadt Wernau

Bebauungsplan-Entwurf Katzenstein VII
Stellungnahme zur Öffentlichen Auslegung

Sehr geehrte Damen und Herren!

Für die Beteiligung an der Öffentlichen Auslegung des Bebauungsplan-Entwurfs "Katzenstein VII" und das Zusenden von Unterlagen möchten wir uns bedanken. Um die Abgabefrist noch einzuhalten, erhalten Sie jetzt die Aufstellung der wesentlichen Punkte in Kurzform.

Folgende Punkte sind uns aufgefallen, die noch einer Erörterung bedürfen:

  • Die Änderung der bewaldeten Fläche entlang der Hangkante des Laichlewalds von "Grünfläche" in "bestehendes Wohngebiet" im neuen Flächennutzungsplan führt zu sehr weitgehenden Änderungen, die nach unserer Einschätzung durch das Verfahren der Innenentwicklung nach dem BauGB nicht erfasst werden.
  • Die Lage einer durchgehenden Tiefgarage oberhalb des Landschaftsschutz-Gebiets mit Öffnung zur Talseite führt dort zu starken Beeinträchtigungen durch Lärm, Abgase und künstlicher Belichtung "Lichtverschmutzung". Die Auswirkungen auf das Landschaftsschutz-Gebiet werden nicht erfaßt in der Aufzählung der Beeinträchtigungen von Umweltauswirkungen.
  • Die "Pflegemaßnahmen" eines abgestuften Waldrands verursachen einen erheblichen Eingriff in den Bestand. Dort befinden sich große Eschen und Ahornbäume, die durch solche "Pflege" in ihrer ihrem Fortbestand gefährdet sind. Es handelt sich dabei nicht um Pflegemaßnahmen im Sinne des Naturschutzes! Das vorgesehene regelmäßige Roden der Waldkante verursacht außerdem dauerhaft Kosten, für die der Kostenträger benannt werden sollte!


Ein vorgesehenes städtisches Leitungsrecht auf Flächen unterhalb der Hangkante hat weitere Baumfällungen zur Folge. Außerdem sind die Flächen im Steilhang für das Verlegen von hangparallelen Leitungstrassen nach unserer Einschätzung eher ungeeignet, da Arbeiten hier nur mit hohem technischen Aufwand durchgeführt werden können.
Noch immer fehlt die durchgeführte Baumkartierung im Laichlewald als Anlage in den Planunterlagen. Für die Bewertung des Eingriffs halten wie diese Quelle für unverzichtbar.

  • Hinweise zum Vogelgutachten: Beeinträchtigungen entstehen nicht nur in den zukünftig für die Bebauung vorgesehenen Flächen. Die Auswirkungen des Eingriffes auf das Landschaftsschutz-Gebiet sind erheblich und deshalb unbedingt darzustellen. Die Zeiten an denen Vogelbeobachtungen durchgeführt wurden, sollte angegeben werden.
  • Die Auswirkungen auf das Landschaftsbild sind erheblich, da die gesamte Neubebauung am Mörikeweg über die Waldkante hinausragen wird. Dies wurde vom Landschaftsplaner bisher in seiner Tragweite nicht erfaßt. Hinweisen möchten wir auch auf die Nähe zum Naturschutzgebiet "Wernauer Baggerseen". Dies betrifft die Bedeutung als Rückzugsraum für Vögel ebenso wie die Dominanz der Talansicht für den Landschaftsraum!
  • Die Dichte der zukünftigen Bebauung übersteigt das vorhandene Maß bei Weitem. Auch für die Abstände zwischen den einzelnen Gebäuden sollten die Mindestanforderungen der Landesbauordnung gelten, um für Belichtung und Belüftung die vorgeschriebenen gesunden Wohnverhältnisse zu erhalten.


Fazit: Es scheint, der Eingriff in den Wald und die erheblichen Eingriffe durch die "Pflegemaßnahmen" am Waldrand haben als Ziel, der neuen Bebauung vor allem die Aussicht über das Neckartal zu ermöglichen. Dagegen äußern wir erhebliche Bedenken! Eine Verbesserung der städtebaulichen Situation lässt sich nach unserer Einschätzung eher durch eine Nordost-Südwest-Ausrichtung der Gebäude erreichen. Damit wären auch die städtebaulichen Umweltbelange eher berücksichtigt.

Eine Gleichbehandlung der Wald-Anwohner in der Schillerstraße hätte auch dort sehr weitgehende Eingriffen in den Waldbestand zur Folge. Für den Laichlewald als wichtige Grünzäsur bliebe dann kaum noch Fläche erhalten!

Hinweis: Geplante Ausgleichsmaßnahme in den Herbstwiesen beim Sportplatz Kehlenberg: Ein dringender Bedarf besteht für das Gebiet Weidachtal, die Hintere Ebene und das Hesslenbachtal in der Anlage zusätzlicher Laichmöglichkeiten für Amphibien! Eine hohe Population von Kröten und Fröschen wurde in den vergangenen Jahren auf der Weidachgasse und der Nordöstlichen Randstraße eingesammelt. Mit Erschließung des Baugebiets „Adlerstraße Ost 2“ ist der Zulauf für den Bach an der Weidachgasse versiegt und die Lebensräume für Amphibien dort sind verloren gegangen. Ein Ersatz wäre dringend notwendig!

Mit freundlichem Gruß

für den BUND-Kreisverband

 M. Knödel

 

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